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Häufige Anwendungen von aktivierter Bleicherde in der Lebensmittel- und chemischen Industrie

2026-02-02 09:00:31
Häufige Anwendungen von aktivierter Bleicherde in der Lebensmittel- und chemischen Industrie

Aktivierte Bleicherde bei der Raffination von Speiseölen

Wie aktivierte Bleicherde Chlorophyll, Seifen, Phospholipide, Metalle und Peroxide entfernt

Aktivierte Bleicherde (ABE) wirkt durch die Entfernung verschiedener Verunreinigungen mittels sogenannter differenzieller Adsorption. Möglich wird dies durch ihre einzigartige Struktur – ein poröses Material mit großer Oberfläche, das aus Aluminiumsilikaten hergestellt wird. Bei der Kontaktfiltration bindet sie störende Chlorophyllpigmente, wodurch Öle sichtbar aufgehellt werden, ohne dass sich ihre chemische Zusammensetzung tatsächlich verändert. Phospholipide haften an der ABE-Matrix über polare Wechselwirkungen und reduzieren so die Raffinerieverluste um rund 15 Prozent oder mehr im Vergleich zu unbehandelten Proben. Übergangsmetalle wie Eisen und Kupfer, die bekanntermaßen Oxidationsreaktionen beschleunigen, werden an sauren Stellen auf der Oberfläche der ABE-Partikel festgehalten. Dadurch wird verhindert, dass diese Metalle als Katalysatoren in unerwünschten Lipidoxidationsprozessen wirken. Restliche Seifenrückstände werden aufgrund der sauren Oberfläche der ABE neutralisiert. Peroxide werden ebenfalls an diesen Oberflächen adsorbiert und teilweise zersetzt, was zu einem deutlichen Rückgang der Peroxidwerte um etwa 5 bis 10 meq/kg führt. All diese Reinigungseffekte treten zudem sehr rasch ein – in der Regel effizient bei Temperaturen zwischen 90 °C und maximal etwa 110 °C, typischerweise innerhalb von 20 bis 30 Minuten.

Leistungsvergleich zwischen wichtigen Ölen: Sonnenblumenöl, Sojaöl, Palmöl und Baumwollsaatöl

Die Wirksamkeit von ABE variiert je nach Ölzusammensetzung und Verunreinigungsprofil:

Ölartig Chlorophyllentfernung Phospholipidreduktion Metallentfernung (Fe/Cu) Peroxidentfernung
Sonnenblumenkern >95% 85–90% 93%/88% 8,2 meq/kg
Sojabohne 75–80% 92–95% 89%/84% 6,5 meq/kg
Palme >98% 70–75% 95%/90% 9,1 meq/kg
Baumwollsamen 85–90% 80–85% 91%/86% 7,3 meq/kg

Die außergewöhnlich hohe Carotinoid-Konzentration in Palmöl erfordert eine intensive ABE-Behandlung, während die Phospholipid-Empfindlichkeit von Sojaöl eine präzise Steuerung des Erdaciditätsgrades erfordert. In allen Fällen werden Temperatur, Dosierung und Kontaktzeit so kalibriert, dass die Entfernung von Verunreinigungen maximiert und gleichzeitig die Ausbeute an neutralem Öl erhalten bleibt.

Minderung prozessbedingter Kontaminanten mit aktivierter Bleicherde

Reduktion von 3-MCPD-Estern und Glycidylestern während der Desodorierung

Die krebserregenden Kontaminanten 3-MCPD und Glycidylester entstehen während der Entodorisierung bei Temperaturen über 200 Grad Celsius. Wird vor diesem Schritt aktivierter Bleicherde (ABE) eingesetzt, werden diese schädlichen Stoffe deutlich reduziert. Die Wirksamkeit von ABE beruht auf ihrer Fähigkeit, wichtige Vorläufermoleküle wie Chloridionen und Partialglyceride durch irreversible Adsorption in ihren einzigartigen Kieselschichten einzufangen. Studien zeigen, dass dieser frühzeitige Eingriff die Bildung gefährlicher Ester im späteren Produktionsverlauf um rund 40 bis 60 Prozent senkt – laut dem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit aus dem vergangenen Jahr. Durchdachte Hersteller passen den Säuregehalt und die Porengröße ihrer ABE-Materialien gezielt an, um unterschiedliche Vorläufermoleküle zu binden; dies hilft ihnen, die strengen EU-Vorgaben einzuhalten, nach denen Glycidylester in Babynahrung auf lediglich 1.000 Teile pro Milliarde begrenzt sind. Der frühzeitige Einsatz von ABE in der Verarbeitung erhöht die Produktsicherheit und verringert gleichzeitig den teuren Nachreinigungsaufwand, der nach Abschluss der Entodorisierung erforderlich wäre.

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Aktivierte Bleicherde bei der Herstellung von gehärteten Fetten und Vanaspati

Entfärbung, Stabilitätsverbesserung und Katalysatorschutz bei der partiellen Hydrierung

Bei der Herstellung von gehärteten Fetten und Vanaspati spielt aktivierte Bleicherde eine entscheidende Rolle, da sie gleichzeitig drei wesentliche Vorteile bietet: Entfernung unerwünschter Farbstoffe, Stabilisierung gegen Oxidation sowie Schutz der Katalysatoren während der Verarbeitung. Das Material entfernt wirksam chlorophyllbasierte Farbstoffe und Carotinoide, die andernfalls den Produkten eine unerwünschte Färbung verleihen würden – daher weisen die meisten hochwertigen Margarinen und Fettstreichen die saubere, weiße Farbe auf, die Verbraucher erwarten. Gleichzeitig werden problematische Metallionen wie Eisen und Kupfer sowie peroxidbildende Substanzen entfernt; diese beschleunigen nämlich den zeitlichen Abbau der Fette. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit der Endprodukte, ohne dass deren gewünschte Textur und Geschmackseigenschaften beeinträchtigt werden.

ABE schützt Nickel- und Palladiumkatalysatoren während partieller Hydrierungsprozesse, indem es Phospholipide und verbleibende Seifen bindet, bevor diese die aktiven Stellen der Katalysatoren beeinträchtigen können. Branchenberichte zeigen, dass dieser Schutz den Katalysatorverbrauch um 15 % bis hin zu möglichen 22 % senkt. Dadurch wird eine präzisere Steuerung jener anspruchsvollen Fettsäureprofile ermöglicht – ein Aspekt von besonderer Bedeutung bei der Entwicklung guter Alternativen zu Transfetten. Als Ergebnis beobachten wir Produkte mit konsistent hoher Leistung, länger stabile Geschmacksprofile sowie tatsächlich eingesparte Kosten für Unternehmen, die großtechnische Hydrierungsanlagen tagtäglich betreiben.

Nachgewiesene Schlüsselvorteile:

  • Entfernung von Pigmenten für visuelle Qualitäten, die von Verbrauchern bevorzugt werden
  • Reduzierung von Metallionen zur Vermeidung einer beschleunigten Ranzigkeit
  • Adsorption von Phospholipiden zur Verhinderung einer Deaktivierung des Katalysators

Quelle: Johnson & Decker-Analyse zur Sauerstoffreaktivität (2015)

Reinigung über Branchengrenzen hinweg: Kosmetik, Pharmazeutika und Biokraftstoffe

Raffination kosmetischer Öle und Wachse zur Einhaltung von Farb-, Geruchs- und Schwermetallvorgaben

Aktivierte Bleicherde wirkt Wunder bei der Reinigung von kosmetischen Ölen und Wachsen, sodass diese die strengen weltweiten Anforderungen an Farbe, Geruch und Schwermetallgehalt erfüllen. Das Verfahren entfernt störende natürliche Pigmente wie Carotinoide und Chlorophyll-Derivate, die zu einer inkonsistenten Färbung zwischen verschiedenen Chargen führen. Zudem bindet es flüchtige Verbindungen wie Aldehyde und Ketone, die den Produkten unerwünschte Gerüche verleihen. Entscheidend ist jedoch, dass es gefährliche Substanzen wie Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber nahezu auf unbedeutende Konzentrationen senkt – damit werden u. a. die Anforderungen der EU-Kosmetikverordnung zur Produktsicherheit sowie vergleichbarer Regelungen weltweit erfüllt. Über die bloße Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus bewahrt diese Art der Reinigung wichtige Inhaltsstoffe: Emollientien behalten ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung, Verdickungsmittel ihre texturgebenden Eigenschaften, und selbst empfindliche Wirkstoffe bleiben während der gesamten Produktion wirksam, ohne sich unter Hitzeinzfluss abzubauen.

Aktivierte Bleicherde bei der Biodieselreinigung und Schmierstoffaufbereitung

Bei der Herstellung von Biodiesel hilft ABE dabei, überschüssige alkalische Substanzen wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid sowie Seifen und Phospholipide in den Rohstoffen nach der Umesterung zu entfernen. Dieser Reinigungsprozess verhindert Probleme wie verstopfte Einspritzdüsen und Ablagerungen im Inneren der Verbrennungskammern. Ein weiterer Vorteil ist, dass ABE Peroxide abbaut, die sich bilden, wenn Biodiesel zu lange gelagert wird – ein Faktor, der die Langzeitstabilität des Kraftstoffs erheblich beeinträchtigt. Was andere Anwendungen betrifft, so profitieren auch industrielle Schmierstoffe in ähnlicher Weise von der ABE-Behandlung. Das Verfahren entfernt Oxidationsprodukte wie Aldehyde und verschiedene organische Säuren sowie feinste Partikel, die unter hohen Lasten Maschinenkomponenten abnutzen. Was bedeutet das praktisch? Die Betriebszeit der Anlagen zwischen Wartungsintervallen verlängert sich, und der Schmierstoff behält selbst bei wiederholten Heiz- und Kühlzyklen seine gewünschte Viskosität und Beständigkeit gegenüber dem Abbau.