Öle und Fette sind ein unverzichtbarer Bestandteil der täglichen Ernährung. Ihre Qualität bestimmt nicht nur den Geschmack der zubereiteten Speisen, sondern wirkt sich auch auf die Gesundheit des Menschen aus. Niedrigwertige Öle können unangenehme Gerüche, dunkle Farbtöne und sogar toxische Bestandteile enthalten. Bleicherde, ein wichtiger Bestandteil bei der Verarbeitung von Ölen, spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Qualität von Speiseölen und Fetten.

Was ist Bleicherde
Bleicherde ist eine Art Ton, der hoch adsorbierend ist und normalerweise aus unverarbeiteten Mineralien wie Bentonit gewonnen wird. Die Adsorptionsfähigkeit stammt von Bentonit-Ton ab. Dies wird durch Aktivierungsverfahren wie die Versäuerung erreicht. Sie weist eine netzartige poröse Struktur auf, die eine mehr als ausreichende adsorptive Oberfläche für die Verunreinigungen der Öle bildet. Sie besitzt ungiftige Eigenschaften, wodurch sie gut zur Verarbeitung von Speiseölen geeignet ist.
Wie Bleicherde Pigmente entfernt
Die optische Wirkung einiger Speiseöle verschlechtert sich aufgrund unerwünschter Pigmente wie Carotinoide und Chlorophyll, die dem Öl eine unerwünschte dunkle Farbe verleihen. Unser Bleichöl adsorbiert Pigmente durch Zugabe von Öl, das an der Oberfläche der Poren des Bleichöls angezogen wird. Während der Filtration wird das Öl adsorbiert, aufgehellt und wird transparenter. Zum Beispiel reduziert der Einsatz von Bleicherde bei der Verarbeitung von Sojaöl die Farbe des Öls von dunkelgelb auf hellgelb. Diese hellgelbe Farbe des Öls ist nun marktgerecht.
Wie Bleicherde schlechte Gerüche beseitigt
Bestimmte Öle, insbesondere solche, die frisch aus der Extraktion stammen, können unerwünschte Gerüche aufweisen. Diese Gerüche können auf freie Fettsäuren, Aldehyde und Ketone zurückgeführt werden. Geruchsbildende Verbindungen können durch Bleicherde adsorbiert werden. Die gezielten Poren der Bleicherde entfernen starke Gerüche, indem sie diese Moleküle einfangen. Nach der Behandlung mit Bleicherde weisen Raps- und Erdnussöle einen verbesserten und natürlicheren Geruch auf, wodurch das gesamte Nutzungserlebnis verbessert wird.
Wie Bleicherde schädliche Substanzen entfernt
Neben eventuell bitteren und/oder unerwünschten Geschmäckern können Speiseöle wie Palmöl auch unsichere Verunreinigungen wie Aflatoxine und Schwermetallionen, beispielsweise Blei und Quecksilber, enthalten. Diese Verunreinigungen können durch die Verwendung von adsorbierendem Bleicherde entfernt werden. Obwohl Aflatoxine sehr gefährlich sind, können sie leicht von Bleicherde adsorbiert werden. Das bedeutet auch, dass das Öl für den menschlichen Verzehr sicherer ist. Ein weiteres Beispiel ist die Verarbeitung von Palmöl. In diesem Fall wird Bleicherde verwendet, um die Konzentration von Aflatoxinen auf den von den Lebensmittelsicherheitsvorschriften akzeptierten Schwellenwert zu senken.
Wichtige Faktoren bei der Verwendung von Bleicherde
Die Verbesserung der Ölqualität in Abhängigkeit vom Bleicherdeverbrauch hängt von mehreren Faktoren ab. Der erste ist die Menge an eingesetzter Bleicherde. Es besteht die Möglichkeit, dass zu wenig zugesetzt wird, um die Schadstoffe zu entfernen, oder dass durch zu viel zugesetzte Bleicherde ein Ölverlust und höhere Produktionskosten entstehen. Der zweite Faktor ist die Temperatur des zu raffinierenden Öls. Jede Ölsorte weist eine spezifische Temperatur auf, die eingehalten werden muss, um die optimale Adsorptionswirkung zu erzielen. Sonnenblumenöl beispielsweise hat einen Temperaturbereich von 80 bis 90 Grad Celsius. Dies ist die optimale Temperatur zur Verarbeitung des Öls. Der dritte Faktor ist die Dauer, über die das Gemisch ruhen darf. Bei gebleichtem Öl ist eine bestimmte Zeit erforderlich, damit das Öl mit der Bleicherde in Kontakt bleibt und die Verunreinigungen absorbiert werden können, ohne dabei unnötig lange zu verbleiben, da längere Zeiträume sich bereits als wirkungslos erwiesen haben.
Fazit
Die Lebensmittelölindustrie ist stark auf Bleicherde angewiesen. Sie verbessert die Qualität von Speiseölen und -fetten, indem sie das Öl entfärbt, unerwünschte Gerüche entfernt und schädliche Substanzen adsorbiert. Um die beste Wirksamkeit von Bleicherde zu erreichen, sollten kritische Faktoren wie Menge, Temperatur und Mischzeit kontrolliert werden. Dadurch können Verbraucher optisch ansprechende, schmackhafte und vor allem sichere Speiseöle genießen.